Meine Musikinstrumente


Nie war ich in meinem bisherigen Leben von Musik wirklich begeistert. Es war mir eher peinlich, wenn ich "Musiktherapie" gehabt habe und entweder ich oder jemand anderes vor mir ein Instrument gespielt hat. Egal ob Trommel, Gitarre oder etwas anderes. Vermutlich lag das an meiner immensen Geräuschempfindlichkeit. Eine Hyperakusis (=Geräuschüberempfindlichkeit) habe ich zum Glück nicht. Aber mich nervte alles. Jedes piepen, jedes kratzen und jeder Laster, der an mir vorbei fuhr. Ich konnte nicht schlafen, wenn denn nicht alles mucksmäuschenstill war.

Das änderte sich mit den Jahren.

 

Geräuschempfindlich bin ich immer noch und sogar übervorsichtig. Das zeigt sich daran, dass ich nur selten mit meinen Instrumenten übe, weil ich Angst habe von den Nachbarn etwas zu hören.

Aber meine Einstellung gegenüber Instrumenten allgemein änderte sich. Es war nicht mehr das kindliche "peinlichkeitsspiel". Es war viel eher neugier, extreme neugier, die mich dieser Branche näher brachte.

Obwohl ich schon Erwachsen bin, ist meine neugier immer noch die eines kleinen Kindes. Ich könnte alles frech ausprobieren. Sogar für Kinderspielplätze bin ich noch zu begeistern, wenn jemand dabei wäre der mich quasi "aktiviert". Aus der reserve lockt, meine Ohren 'spitzt', mich mitnimmt.

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DIE PANFLÖTE

 

So war es dann wohl auch bei den Instrumenten.

Ich hörte in regelmäßigen Abständen Panflöten Lieder. Mal nur eines ("Die Wasserpanflöte" auf YouTube), dann noch einige andere. Sie begeisterte mich mit dem hölzernen, hypnotisierenden Klang. Als ich dann mal eines Tages im MaxMoney war (Secondhandgeschäft), sprang mir pures Glück entgegen. Ich erblickte eine 8-Oktaven Panflöte in der Glasvitrine. Meine Kinnlade viel herunter, als ich den Preis sah - 8,99€. Als hätte mich der Teufel gebissen, alarmierte ich sofort einen Mitarbeiter, dass ich sie kaufen wolle. Dann die erleichterung - sie war reserviert und fast schon meins. Dann ging es nur noch ans bezahlen.

Leider brachte ich auch nach langem üben keinen ordentlichen Ton aus der Panflöte heraus, weswegen mich die motivation schnell verließ und ich sie beiseite legte.

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DIE OKARINA

 

Einige Zeit später erfuhr ich von der sogenannten Okarina. Nun gut, wenn man es genau nimmt, kannte ich sie eh schon lange. Nämlich aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time. Aber denke jetzt bloß nicht, das wäre der Grund gewesen. Denn der war ein anderer.

Es war ebenso der Klang, der mich fast sprachlos zurück ließ. So hart und gleichzeitig auch weich, so rund und sanft. Ein typischer "Keramikton" den ich sehr schätzen gelernt hatte.

So kaufte ich mir also eine Okarina um (lustiger Weise ebenfalls) 8€ und fing an zu lernen. Da es eine Billig-Okarina war, konnte ich die hohen Töne natürlich vergessen. Aber für den Anfang war sie perfekt. Für den Anfang, der bedeutete, das Instrument kennen zu lernen und zu sehen, ob es denn das richtige seie.

Schon nach den ersten paar Liedern merkte ich, dass es mir sehr gefiel.

Die Okarina wurde zu meinem absoluten Lieblingsinstrument und ich kann gar nicht genug kriegen von dem schönen Gewicht in der Hand. Demnächst kommt meine neue, hoch qualitative Okarina an.

Nach nur 3 Tagen üben kann ich nun bereits mehrere Lieder. Einige davon auswendig. Ich nutzte vorwiegend Zelda-Lieder, da sie kurz und einfach waren, ohne hohe Töne. Wie geschaffen für den Anfang.

Das sind die Lieder, die ich bisher schon am besten kann...

 

  • Hedwigs Theme (Harry Potter)
  • Nerevar Rising (The Elder Scrolls III: Morrowind)
  • The road most traveled (TES III: Morrowind)
  • Oh Tannenbaum
  • Zeldas Wiegenlied

TRIVIA:

  • Ich war geschockt, als ich öfters hörte, dass viele Leute die Okarina gar nicht kennen. War denn niemand in der Schule aufmerksam?
  • Meine Sturheit geht soweit, dass ich keinesfalls andere Okarinen spielen werde, als die 12-Loch Varianten.
  • Über Holz-, Terrakotta- und Kunststoffvarianten habe ich bereits nachgedacht, aber auch nur wirklich ganz kurz. Besonders die Kunststoffvariante schreckt mich ab.

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DIE RASSEL und TROMMEL

 

Diese beiden Instrumente besaß ich schon bevor ich auch nur auf die Idee kam, eines zu lernen. Ich nutze sie allerdings nur zu privaten spirituellen Zwecken, nicht jedoch um sie ernsthaft spielen zu lernen.